Nur die Fertigkeit, sich bei einem jeden Vorfalle schnell
bis zu allgemeinen Grundwahrheiten zu erheben, nur diese
bildet den großen Geist, den wahren Helden in der Tugend und
den Erfinder in Wissenschaft und Künsten.

(G. E. Lessing)

Kapitalismus

Charlie und das Volk

(splitter no.3)*

 

Die Zeit der heiligen Nächte war gerade verklungen, da erschütterte ein Terroranschlag Paris. Die Nachrichten überschlugen sich, Verdächtige wurden gejagt und zuletzt getötet. Zugleich regte sich Solidarität: Ein Satz verbreitete wie ein Lauffeuer um den ganzen Globus: “Je suis Charlie” – den Namen der attackierten Satirezeitschrift “Charlie Hebdo” aufgreifend. In einem Gefühl der Einigkeit gingen Millionen Menschen auf die Straße, um ein Zeichen gegen den Terror zu setzen, um für “unsere Werte” einzutreten.

 

Je suis Charlie

 

Das integrale System einer neuen sozialen Architektur

Das »integrale System einer Neuen sozialen Architektur« als Alternative zum Privat- und Staatskapitalismus?

Ein Diskussionsbeitrag zu einem Artikel von Stefan Kornelius
Süddeutsche Zeitung 30.4.2010

EU: Krise der Währungsunion
Den Euro retten, um Europa zu retten

und zu dem davon angeregeten Projekt:

Großer Ratschlag zur Finanz-, Schulden und Wirtschaftskrise

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Der Papst als Drogendealer?

Nichts Neues aus dem Vatikan. Aber wie lange noch?

Ritter, Tod und Teufel von Albrecht Dürer, 1513I. Als ob es nicht genügte, dass die dpa ihre Agenturmeldungen nicht ohnehin in allen Gazetten und Kanälen verbreitet! Des längeren schon werden diese von den Redaktionen auch "online" zusätzlich ins Netz gestellt - damit ihre Botschaften nur ja an keiner Seele unbemerkt vorbeigehen! So auch jetzt wieder.

Der Papst, Chef der römisch-katholischen Kirche und ihrer Zentrale in Rom, war 5 Tage zu Besuch in Brasilien. Dabei hat er sich nicht nur "missionarisch" zu religiösen Fragen geäußert, sondern auch in politische und gesellschaftliche Fragen eingemischt. Dass es bei solchen Bekundungen naiv zuginge, sollte man besser nicht unterstellen. Laut dpa hat Benedikt XVI. am letzten Tag seines Aufenthaltes auf folgendes hingewiesen: Er "erteilte der umstrittenen, marxistisch orientierten Befreiungstheologie erneut eine Absage. Der Glaube, der aus Lateinamerika »den Kontinent der Hoffnung« gemacht habe, sei »keine politische Ideologie, keine soziale Bewegung wie auch kein Wirtschaftsystem«." "Zum Auftakt der Sitzung der Bischofskonferenz kritisierte das Oberhaupt der katholischen Kirche dann vor 162 Bischöfen aus Lateinamerika und der Karibik die Tendenz zum bedingungslosen Profitstreben im Zuge der Globalisierung. Die Globalisierung bringe die Gefahr einer Bildung »großer Monopole« mit sich. Häufig werde »Profit wie der oberste Wert behandelt«. Sowohl Marxismus als auch Kapitalismus hätten Versprechungen gemacht, die sich als falsch erwiesen hätten. (...)" Wie lange noch täuschen sich dergestalt so viele Gutgläubige - Katholiken wie Nicht-Katholiken -, die derartige Propaganda naiverweise begrüßen, darüber hinweg, dass mit solchen subtilen Redensarten die Seelen der Menschen wider besseres Wissen schamlos vergiftet werden? Worum handelt es sich?

Die Diskussion um das Grundeinkommen - ein kurzer Kommentar aus aktuellem Anlass

Die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen geht zwischen Paradiesesverheißung und Verteufelung hin und her.

Die einen haben Vertrauen in den Menschen, dass er auch ohne Zwang und materiellen Anreiz, seinen Platz in der Gesellschaft findet, wo er mit seiner Arbeit zum Wohle der Gemeinschaft beitragen würde.

Andere bezweifeln dies und befürchten "Leistungsverweigerung". Und überhaupt: "ernten ohne zu säen", "essen ohne zu arbeiten", das sei unsozial und unvertretbar.

Wie dem auch immer sei. Ob die Menschen arbeiten würden oder nicht, wenn für ihr Dasein gesorgt wäre? Wir wissen es letztlich nicht, wenn wir es nicht erkunden. Die Erkundung aber wird vielleicht doch nötig werden, wenn wir in der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens eine Lösung finden für die Sicherung der sozialen Zukunft.

Damit diese Erkundung aber nicht in der Sackgasse der vielfachen Befürchtungen landet, ist ein viel umfassenderer Dialog über unsere gesellschaftlichen Verhältnisse nötig, als er bisher geführt wird. Wenn die Menschheit künftig frei und selbstbestimmt ihr Geschick tragen soll - wozu dann ein Einkommen als Grundrecht

selbstverständlich mit dazu gehört -, dann tut Aufklärung in breitestem Sinne Not, Aufklärung und Diskussion.

Auftakt zum 1. Mai

Kann es für dieses Blog, welches ja die Frage nach der "Zukunft der Revolution" in den Mittelpunkt stellt, einen besseren Auftakt geben, als am "Tag der Arbeit" auf ein Projekt hinzuweisen, wo es um die Alternative zum Kapitalismus geht?! Es darum geht, das kapitalistische Wirtschaftssystem durch ein freies, demokratisches und sozialistisches, durch eines des "dritten Weges" zu ersetzen!