Man lernt nichts kennen, als was man liebt, und je tiefer
und vollständiger die Kenntnis werden soll, desto stärker,
kräftiger und lebendiger muss Liebe, ja Leidenschaft sein.

(J. W. Goethe)

Dritter Weg

Veranstaltungshinweis: "Sind Neoliberalismus und Demokratie vereinbar?"

Neoliberalismus und DemokratieMontag, 11. Juni 2007, 19h30 Uhr
SPÖ-Mariahilf
Otto Bauer-Gasse 9/3
1060 Wien

"SIND NEOLIBERALISMUS UND DEMOKRATIE VEREINBAR?"
Eine Veranstaltung der Initiativsektion Mariahilf - eine Themensektion der SPÖ-Mariahilf

Nicht nur aus sozial-, finanz- oder wirtschaftspolitischer, sondern vor allem aus demokratiepolitischer Perspektive sind Dogmen wie "Mehr Privat - weniger Staat" problematisch und diskussionswürdig. LAbg. GR Peko Baxant und die "Initiativsektion Mariahilf" laden zur Diskussion.

Es diskutieren:
NR-Abg. Mag. Andreas Schieder, Internationaler Sekretär der SPÖ - www.schieder.spoe.at
Mag. Christian Felber, freier Publizist und Mitbegründer von attac-austria - www.christian-felber.at
Gerhard Schuster, Mitbegründer der IG-EuroVision sowie der Initiative Zivilgesellschaft - www.ig-eurovision.net

Moderation:
LAbg. Peko Baxant -www.wien.gv.at

Der Papst als Drogendealer?

Nichts Neues aus dem Vatikan. Aber wie lange noch?

Ritter, Tod und Teufel von Albrecht Dürer, 1513I. Als ob es nicht genügte, dass die dpa ihre Agenturmeldungen nicht ohnehin in allen Gazetten und Kanälen verbreitet! Des längeren schon werden diese von den Redaktionen auch "online" zusätzlich ins Netz gestellt - damit ihre Botschaften nur ja an keiner Seele unbemerkt vorbeigehen! So auch jetzt wieder.

Der Papst, Chef der römisch-katholischen Kirche und ihrer Zentrale in Rom, war 5 Tage zu Besuch in Brasilien. Dabei hat er sich nicht nur "missionarisch" zu religiösen Fragen geäußert, sondern auch in politische und gesellschaftliche Fragen eingemischt. Dass es bei solchen Bekundungen naiv zuginge, sollte man besser nicht unterstellen. Laut dpa hat Benedikt XVI. am letzten Tag seines Aufenthaltes auf folgendes hingewiesen: Er "erteilte der umstrittenen, marxistisch orientierten Befreiungstheologie erneut eine Absage. Der Glaube, der aus Lateinamerika »den Kontinent der Hoffnung« gemacht habe, sei »keine politische Ideologie, keine soziale Bewegung wie auch kein Wirtschaftsystem«." "Zum Auftakt der Sitzung der Bischofskonferenz kritisierte das Oberhaupt der katholischen Kirche dann vor 162 Bischöfen aus Lateinamerika und der Karibik die Tendenz zum bedingungslosen Profitstreben im Zuge der Globalisierung. Die Globalisierung bringe die Gefahr einer Bildung »großer Monopole« mit sich. Häufig werde »Profit wie der oberste Wert behandelt«. Sowohl Marxismus als auch Kapitalismus hätten Versprechungen gemacht, die sich als falsch erwiesen hätten. (...)" Wie lange noch täuschen sich dergestalt so viele Gutgläubige - Katholiken wie Nicht-Katholiken -, die derartige Propaganda naiverweise begrüßen, darüber hinweg, dass mit solchen subtilen Redensarten die Seelen der Menschen wider besseres Wissen schamlos vergiftet werden? Worum handelt es sich?

Die Diskussion um das Grundeinkommen - ein kurzer Kommentar aus aktuellem Anlass

Die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen geht zwischen Paradiesesverheißung und Verteufelung hin und her.

Die einen haben Vertrauen in den Menschen, dass er auch ohne Zwang und materiellen Anreiz, seinen Platz in der Gesellschaft findet, wo er mit seiner Arbeit zum Wohle der Gemeinschaft beitragen würde.

Andere bezweifeln dies und befürchten "Leistungsverweigerung". Und überhaupt: "ernten ohne zu säen", "essen ohne zu arbeiten", das sei unsozial und unvertretbar.

Wie dem auch immer sei. Ob die Menschen arbeiten würden oder nicht, wenn für ihr Dasein gesorgt wäre? Wir wissen es letztlich nicht, wenn wir es nicht erkunden. Die Erkundung aber wird vielleicht doch nötig werden, wenn wir in der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens eine Lösung finden für die Sicherung der sozialen Zukunft.

Damit diese Erkundung aber nicht in der Sackgasse der vielfachen Befürchtungen landet, ist ein viel umfassenderer Dialog über unsere gesellschaftlichen Verhältnisse nötig, als er bisher geführt wird. Wenn die Menschheit künftig frei und selbstbestimmt ihr Geschick tragen soll - wozu dann ein Einkommen als Grundrecht

selbstverständlich mit dazu gehört -, dann tut Aufklärung in breitestem Sinne Not, Aufklärung und Diskussion.

Symposium Bedingungsloses Grundeinkommen in Wien

GrundeinkommenssymposiumAm vergangenen Wochenende fand in der Diplomatischen Akademie in Wien - veranstaltet von der Landesgesellschaft und dem Karl Julius Schröer-Zweig der Anthroposophischen Gesellschaft - das Symposium "Bedingungsloses Grundeinkommen – ein Impuls der Zeit" statt. Die IG-EuroVision hat sich daran beteiligt.

 

Benediktus Hardorp, Steuerfachmann aus Mannheim und Autor zahlreicher Zeitschriftenpublikationen legte dar, wie das Grundeinkommen finanzierbar sei und erläuterte dazu das Konzept der Konsum- bzw. Ausgabenbesteuerung, einer der Eckpfeiler für das Grundeinkommensmodell, wie es auch vom DM-Chef Götz W. Werner vertreten wird.

Auftakt zum 1. Mai

Kann es für dieses Blog, welches ja die Frage nach der "Zukunft der Revolution" in den Mittelpunkt stellt, einen besseren Auftakt geben, als am "Tag der Arbeit" auf ein Projekt hinzuweisen, wo es um die Alternative zum Kapitalismus geht?! Es darum geht, das kapitalistische Wirtschaftssystem durch ein freies, demokratisches und sozialistisches, durch eines des "dritten Weges" zu ersetzen!