Reden erst die Völker selber, werden sie schnell einig sein.

(Bert Brecht)

Dreigliederung

Charlie und das Volk

(splitter no.3)*

 

Die Zeit der heiligen Nächte war gerade verklungen, da erschütterte ein Terroranschlag Paris. Die Nachrichten überschlugen sich, Verdächtige wurden gejagt und zuletzt getötet. Zugleich regte sich Solidarität: Ein Satz verbreitete wie ein Lauffeuer um den ganzen Globus: “Je suis Charlie” – den Namen der attackierten Satirezeitschrift “Charlie Hebdo” aufgreifend. In einem Gefühl der Einigkeit gingen Millionen Menschen auf die Straße, um ein Zeichen gegen den Terror zu setzen, um für “unsere Werte” einzutreten.

 

Je suis Charlie

 

Die Vision einer gesellschaftlichen Alternative – Ein Beitrag zum Thema „Neue Gewaltenteilung“

Der folgende Text ist durch eine Anfrage des „Option Magazins“ angeregt worden, das in der Nr. 2/2014 das Thema „Neue Gewaltenteilung“ (zwischen Politik, Wirtschaft und Medien) behandeln wollte. Gefragt war nach einem „Statement“. Entstanden ist ein etwas längerer Aufsatz als Versuch, die gesellschaftliche Alternative einer „Neuen Sozialen Architektur“ in ihren unterschiedlichen Dimensionen kompakt darzustellen.


Briefmarke der Deutschen Bundespost: Grundgedanken der Demokratie - Gewaltenteilung

Den Fokus auf den Begriff der Gewaltenteilung zu legen, ist von daher aktuell, als die Entwicklung vor allem auf der Ebene der EU die Tendenz hat, auch die klassische Gewaltenteilung nach Montesquieu einzubüßen. Deshalb sollten wir es uns zur Aufgabe machen, nicht nur dem vielfach beklagten Demokratiedefizit der EU entgegenzuwirken, sondern für den Prozess der europäischen Integration, den Begriff der „Gewalten“, im Sinne einer funktionalen Unterscheidung mehrerer souveräner Primärsysteme – von denen der „Staat“ nur eines ist – weiterzudenken und das Gemeinwesen der Union entsprechend zu gestalten.

"Darum gehet hin und lehret alle Völker"

Die Zukunft der Revolution

Aus Anass der neuerschienen Beuys-Biographie von Hans-Peter Riegel wurde in den letzten Tagen auf diesem Blog schon einiges veröffentlicht. z.B. wurde mit einem mit einer ››› Erstreaktion und einem ››› Leserbrief auf einen Artikel im Spiegel, der den Anfang der Berichterstattung machte, reagiert. In der Zwischenzeit ist auch ein ››› Interview mit dem Autor erschienen. Dort finden die Halbwahrheiten und Lügen eine Fortsetzung. Besonders in den Blick genommen wird hierbei die Anthroposophie als Quelle für Beuys. Ich habe in einem Kommentar nur einen Punkt herausgepickt, den man leicht richtigstellen kann:

Joseph Beuys und seine Quellen

Aus ››› gegebenem Anlass sei hier an eine Tagung aus dem Jahr 2004 erinnert:

Bericht über die Forschungstagung
"Joseph Beuys und seine Quellen"
im Internationalen Kulturzentrum Achberg

 

Beuystagung 2004Im Rahmen des Jahresprogramms mit sechs Tagungen zu

m ersten "Jubeljahr" der Achberger Arbeitsstätten im 33. Jahr nach ihrer Gründung war vom 16. bis 22. Mai zu einer Forschungstagung eingeladen, bei der die Frage nach den Quellen von Joseph Beuys bei seinem volkspädagogischen Wirken für die Dreigliederung des sozialen Organismus der zu erkundende Gegenstand war. 
 
I.
Das Motiv zu dieser Arbeit ergab sich zum einem aus der nach dem Tod des Künstlers (1986) festzustellenden Tendenz, dass es in der fast unüberschaubar gewordenen Fülle der Literatur zu Beuys einerseits nur vergleichsweise dürftige und von wenig Sachkunde getragene Stellungnahmen zu dieser Seite seines Wirkens gibt; andererseits aus dem Kreis von Schülern, Anhängern und Freunden des 1921 geborenen Rheinländers neben verdienstvollen Kommentierungen auch zahlreiche Legendenbildungen, unzutreffende oder die Wahrheit eher verschleiernde Beschreibungen gerade zu diesem Teil seiner Biographie in Umlauf gebracht wurden und werden. 
 
Zum andern hatte die 1971 ihre Tätigkeit aufnehmende Achberger Arbeitsstätte wie kein anderer Ort und Personenkreis einen prägenden Einfluss auf den Weg, den Beuys im Hinblick auf den ihm schon 1941 bekannt gewordenen Impuls der sozialen Dreigliederung insbesondere ab Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gegangen ist. 

Internationale Rudolf Steiner Gesellschaft (i.Gr.)


27. Februar 2011:

Auf dem Weg zur INTERNATIONALEN RUDOLF STEINER GESELLSCHAFT

Das Gewahrwerden der Idee in der Wirklichkeit
ist die wahre Kommunion des Menschen.
Rudolf Steiner, 1887

1. In diesen Tagen wurde auch in vielen Presseorganen und Sendern des Radios und Fernsehens an den 150. Geburtstag Rudolf Steiners erinnert. Als er am 30. März 1925 in Dornach/Schweiz am von ihm gegründeten Zentrum der Anthropo­sophischen Ge­sellschaft, der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft GOE­THEANUM, starb, war das in einer welt­geschichtlich drama­tischen Zeit und inmitten eines Höhepunktes seines Wir­kens. Eines Wirkens, mit welchem er schon in jungen Jahren als Stu­dent der Natur- und Litera­tur­wissenschaft in Wien begann und mit der Begründung einer neuen, postmaterialistischen Ge­i­stes­wissenschaft [Anthroposophie] zu einer in der Moderne unver­gleichbaren Universalität im Denken und Handeln weiter­führte. Auf dieser Grundlage entstand dann mit viel­fältig­en konkreten Konsequenzen für die individuellen wie für die gesell­schaft­li­chen Le­bensgebiete die weltweite anthroposophische Bewegung.

Leserbrief zu: „Sind Waldorfschulen ein Verstoß gegen das Grundgesetz?“

Nach meiner >> kurzen Einlassung in der Internet-Diskussion habe ich nun auch einen Leserbrief zu: „Sind Waldorfschulen ein Verstoß gegen das Grundgesetz?“ von Alexander Kissler, SZ 5. Sept. 2008 an die Redaktion der SZ geschickt. Dort heißt es:

Ich möchte jetzt nicht darauf eingehen, was da alles an dubiosen Äußerungen zur angeblich „dubiose Lehre an Waldorfschulen“ – wie es in dem Untertitel zu Kisslers Artikel heißt – halbwahr und komplett falsch, aber vor allem gänzlich aus den Zusammenhängen gerissen, geäußert wird. All das könnte (auch für die breite Öffentlichkeit) aufgeklärt werden, wenn die SZ für diese längst fällige Diskussion „ihre Spalten öffnen“ würde, wie dies Wilfried Heidt in einem Kommentar auf der jetzt-Webseite der SZ (am 6.09 11h06) formulierte. Nehmen Sie sich selbst ernst und tragen Sie als anspruchsvolles Printmedium dazu bei, dass die in Ihrem Artikel gestellte Frage: ob denn „der anthroposophische Hintergrund der Waldorfschulen hinreichend kommuniziert“ werde, mit ja beantwortet werden kann.