Skandalös, ja! Aber wodurch?
| Blogeintrag | 2 KommentareEin Beitrag zur Debatte um Heiner Geißlers angebliches Goebbels-Zitat
Der vermeintliche Skandal trat mit Verspätung ein. Erst ein Interview im Deutschlandfunk lenkte die breitere Aufmerksamkeit auf einen Vorgang, der vier Tage zuvor stattgefunden hatte und – was den nun skandalisierten Punkt betraf – bis dahin nur einige schwache Reflexe nachsich gezogen hatte. Jetzt erst gingen die Wellen hoch und die Medienmaschine läuft seither auf Hochtouren. Schon daran kann man sehen: Das Interview war der eigentliche Auslöser der jetzt einsetzendenden Aufregungen. Doch inwiefern dies so ist, wurde bisher nicht aufgezeigt. – Worin also besteht der eigentliche Skandal?
Am Freitag Nachmittag (29. Juli 2011) hatte Heiner Geißler – nachdem schon den ganzen Tag über die Schlichtungsrunde zum Bahnprojekt Stuttgart 21 tagte und der sog. Stresstest des geplanten neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs vorgestellt und analysiert wurde – den sich immer unversöhnlicher gegenüberstehenden Streitparteien unter der Devise »Frieden in Stuttgart« einen Kompromissvorschlag in der Sache unterbreitet.
Deutschlandfunk, Goebbels, Heiner Geißler, Medienkritik, Totaler KriegLeserbrief zu: „Sind Waldorfschulen ein Verstoß gegen das Grundgesetz?“
| Blogeintrag | 1 KommentarNach meiner >> kurzen Einlassung in der Internet-Diskussion habe ich nun auch einen Leserbrief zu: „Sind Waldorfschulen ein Verstoß gegen das Grundgesetz?“ von Alexander Kissler, SZ 5. Sept. 2008 an die Redaktion der SZ geschickt. Dort heißt es:
Ich möchte jetzt nicht darauf eingehen, was da alles an dubiosen Äußerungen zur angeblich „dubiose Lehre an Waldorfschulen“ – wie es in dem Untertitel zu Kisslers Artikel heißt – halbwahr und komplett falsch, aber vor allem gänzlich aus den Zusammenhängen gerissen, geäußert wird. All das könnte (auch für die breite Öffentlichkeit) aufgeklärt werden, wenn die SZ für diese längst fällige Diskussion „ihre Spalten öffnen“ würde, wie dies Wilfried Heidt in einem Kommentar auf der jetzt-Webseite der SZ (am 6.09 11h06) formulierte. Nehmen Sie sich selbst ernst und tragen Sie als anspruchsvolles Printmedium dazu bei, dass die in Ihrem Artikel gestellte Frage: ob denn „der anthroposophische Hintergrund der Waldorfschulen hinreichend kommuniziert“ werde, mit ja beantwortet werden kann.
Anthroposophie, Dreigliederung, Medienkritik, Rudolf Steiner, Schwarzbuch Waldorf, WaldorfschuleWas nottut!
| Blogeintrag | 1 KommentarIn der Diskussion zu dem >> SZ-Artikel »Sind Waldorfschulen ein Verstoß gegen das Grundgesetz?« (Siehe auch meinen >> vorherigen Eintrag) hat eine Auseinandersetzung zu der Frage »Was heißt geisteswissenschaftliches Denken?« begonnen. Die Antwort Wilfried Heidts auf einen kritischen Zuruf ist ein Beispiel dafür, was - als medial breit geführte Debatte - nottut!
In diesem Sinne habe auch ich mich in die Diskussion eingebracht:
zapata33 07.09.2008 | 17:04
Das, was sich da in der Diskussion zwischen Wilfried Heidt und Giini zu entfalten beginnt, könnte umso fruchtbarer sein, wenn die SZ der Aufforderung folgen würde, für diese längst fällige Auseinandersetzung “ihre Spalten zu öffnen”. Wilfried Heidt hat diese Aufforderung in seinem ersten Kommentar (vom 6.09 11h06) - bezugnehmend auf die im Artikel gestellte Frage, ob denn „der anthroposophische Hintergrund der Waldorfschulen hinreichend kommuniziert“ werde - ausgesprochen.
Anthroposophie, Dreigliederung, Medienkritik, Rudolf Steiner, Schwarzbuch Waldorf, WaldorfschuleDeutsche Journaille rastet aus. Wir starten eine Aufklärungskampagne!
| Blogeintrag | 1 Kommentar„Eva Hermann ist in aller Munde und das fast eine Woche, nachdem sie doch angeblich den Medientod gestorben sei. Die Hermannschlacht dauert an und jetzt dämmert uns, dass sie viel über Deutschland sagt und über unsere Medien und die Grenzen der Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit ist nicht nur in Russland, im Iran oder in China heikel, die Freiheit des Wortes hat auch in der Bundesrepublik ihre Grenzen, denn sie gilt ja für alle, auch für Reaktionäre und ungebildete Blondinen.“
Mit diesen Worten ihrer Anmoderation zu der gestrigen Kulturzeitsendung hat Tina Mendelsohn ein weiteres Kapitel in der Meinungsmache gegen Eva Hermann eingeleitet, das dann ihr Interviewpartner Uwe Wittstock mit folgenden Worten fortsetzte:
3Sat, Eva Hermann, Kulturfrage, MedienkritikGoethe sah es wie Pauli
| Blogeintrag | 0 KommentareAm Freitag (5. Oktober 2007) wurde der auf dieser Seite bereits veröffentlichte Leserbrief zu Gabriele Paulis Vorschlag einer Ehe auf Zeit und zu der Art und Weise, wie mit ihrem Vorschlag umgegangen wurde, in der FAZ veröffentlicht.
Der Leserbrief wurde von der Redaktion etwas gekürzt und unter den treffenden Titel: “Goethe sah es wie Pauli” gestellt.
Im Folgenden soll er auch in dieser FAZ-Variante hier wiedergegeben werden.
Weitere Dialog-Beiträge zur Frage eines neuen Eherechts werden folgen.
CSU, FAZ, Gabriele Pauli, Kulturfrage, Medienkritik, Neues EherechtVon heute an ist keine Ehe gültig, die nicht aufs neue geschlossen wird
| Blogeintrag | 2 KommentareAm vergangenen Mittwoch hat die CDU-Landrätin Gabriele Pauli das Programm zu ihrer Kandidatur zum Parteivorsitz vorgestellt. Dabei hat vor allem ihr Vorschlag einer “Ehe auf Zeit” größeres Echo erzeugt. Obwohl ihre Idee viel Stoff für tiefergehende Auseinandersetzungen birgt, haben die Medien entweder nur die diffamierenden Stimmen vor allem ihrer Parteikollegen wiedergegeben (als Beispiele siehe etwa: TAZ, Welt, Stern oder für Österreich auch den Kurier), oder aber, wie in der FAZ geschehen, die Öffentlichkeit in Paulis Anregung sehr ferne Gefilde gelockt (s.u.). Dazu habe ich einen Leserbrief an die FAZ verfasst, den ich im Folgenden dokumentieren möchte:
CSU, EU Verfassung, FAZ, Gabriele Pauli, Kulturfrage, Medienkritik, Neues Eherecht, SystemwandelVon dem Ereignis, als Horst Köhler verhext wurde!
| Blogeintrag | 1 KommentarWie die ARD das Thema der “Direkten Demokratie” ins Abseits manövrierte.
In der vergangen Woche löste eine Aussage des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler ein mittleres Rauschen im Blätterwald der Printmedien wie im Klickdschungel der Blogossphäre aus:
“… ich glaube, dass es kein schlechtes Modell wäre, den Bundespräsidenten direkt zu wählen. Vielleicht sogar für nur eine Periode von sieben oder acht Jahren. Dann ist auch das Gerangel um die Wiederwahl, das immer auch politische, sozusagen koalitionspolitische Elemente hat, ein bisschen eingegrenzt.”
Durchgängig wurden diese Aussagen, die Horst Köhler bei der Abschieds-Sendung der ARD-Talkmasterin Sabine Christiansen von sich gab, als “Plädoyer” oder gar als Handlungsvorschlag für die Verhältnisse in Deutschland wiedergegeben: “Köhler plädiert für Direktwahl des Präsidenten“, “Köhler für Direktwahl des Bundespräsidenten” oder - um noch über Köhlers Befindlichkeit zu spekulieren: “Köhlers Frust-Vorstoß“. Auch die Tagesschau machte hier keine Ausnahme. Doch dabei blieb es nicht:
Als nächstes wurden Ländervergleiche angestellt, Parteien und ihre Vertreter meldeten sich zu Wort, unterstützt von Staatsrechtlern und Politikwissenschaftlern. Auch in den Blogs war es nicht viel anders: Der Bundespräsident rede dem Volk “nach dem Mund”, Linkspartei und FDP sprangen ihm schnell zur Seite; er habe mit seinem Vorschlag ganz recht.
Direkte Demokratie, Medienkritik, Volksbegehren, Volksgesetzgebung, Zivilgesellschaft 2.0Liegestuhl Grundeinkommen
| Blogeintrag | 3 KommentareEs ist nicht das erste mal, dass eine Sendung oder ein Artikel über die Idee des Grundeinkommens mit der Parole: “Geld fürs Nichtstun” titelt. So auch gestern Abend der wöchentliche Polittalk “Berlin Mitte” mit Maybrit Illner.
“Soll Nichtstun bezahlt werden?“, “Grundeinkommen - Geld für nichts tun“, “1.500 Euro fürs Nichtstun!“- dies sind nur einige Beispiele, wie mit dem Thema verzerrend und manipulativ umgegangen wird. Mit den ernsthaften Vorschlägen der VertreterInnen eines bedingungslosen Grundeinkommens hat dies nichts zu tun.
Auf der Internetseite zur gestrigen Sendung wird diese fragwürdige “Botschaft” noch durch entsprechende Foto-Illustrationen verstärkt: Eine Hand voll Euro; im Hintergrund mit Blick über den See zwei (arbeitsscheue?) Gestalten, an anderer Stelle eine junge Frau im Strandkorb (365 Tage Urlaub im Jahr?).
Und wenn dann in der Sendung auch noch das Thema dadurch unterdrückt wird, dass etwa Götz W. Werner kaum zu Wort kommt und seine Sätze nicht zu Ende bringen kann, dann werden die Aufgaben einer öffentlich-rechtlichen Sendung massiv vernachlässigt. Wir haben keine andere Möglichkeit gegen solch ignorantes Verhalten vorzugehen, als darauf aufmerksam zu machen und die Beteiligten aufzufordern, v.a. neuen Ideen der gesellschaftlichen Entwicklung medialen Raum zu geben und es von nun an zu unterlassen, diese zu verunglimpfen (siehe dazu auch den Offenen Brief an Frau Illner).
Halali!
Grundeinkommen, Medienkritik





