Reden erst die Völker selber, werden sie schnell einig sein.

(Bert Brecht)

"Aufruf zur Alternative" in Moskau

 

Joseph Beuys in Achberg 1978Joseph Beuys in Achberg 1978: Vortrag "Jeder Mensch ein Künstler –
Auf dem Weg zur Freiheitsgestalt des sozialen Organismus"
(Foto: Rainer Rappmann, Quelle: Wikipedia)

 

"Der Titel der Ausstellung, 'Aufruf zur Alternative', nimmt Bezug auf das gleichnamige Manifest, das Beuys 1978 in der 'Frankfurter Rundschau' als Konklusion seiner gesellschaftspolitischen Vorstellungen veröffentlichte.", ließt man auf der Seite des Goethe Institut e.V., einem der Mitveranstalter der "erste große Joseph-Beuys-Werkschau in Russland".

Die Ausstellung wurde heute, am 11. September 2012, im Moskauer Museum für Moderne Kunst im Rahmen des Deutschlandjahres in Russland 2012/13 eröffnet.

Logo des Deutschlandjahres in Deutschland

 

Dass gerade dieses Werk des Künstlers durch den Titel der Ausstellung in den Mittelpunkt gestellt wurde, sollte eigentlich eine Anregung sein, sich mit dem Inhalt des "Aufrufs" zu befassen.

Seit gestern schon konnte man vermehrt auf die Informationen zu dieser Ausstellung stoßen. Fast alle Internetportale der unterschiedlichen Tageszeitungen und Magazinen hat die DPA-Meldung übernommen, z.B. die "Zeit" in ihrem dpa-Newsticker. Ein eigeschlichener und fast überall übernommener Fehler - aus dem "Aufruf zur Alternative" wurde der "Aufbruch zur Alternative" - zeigt, wie wenig bekannt dieses zeitgeschichtliche Dokument ist. Zu unrecht. Denn sein Inhalt ist angsichts der Finanz- und Eurokrise aktueller den je!

Neben den Symtomen und Ursachen der Krise, stellt der Aufruf auch den Ausweg eines Dritten Weges dar. Dieser beschreibt das "integrale System" der modernen Wirtschaft mit seinem neu zu denkenden Eigentums-, Arbeits- und Einkommenbegriff, die "Freiheitsgestalt des soziologischen Organismus" mit den konkreten Perspektiven zu Verwirklichung der Alternative und vor allem auch den "Funktionswandel des Geldes" als Grundzüge einer Geld- und Bankenordnung für das 21. Jahrhundert!

Wer den Aufruf lesen will und auch etwas über seine Entstehungsgeschichte erfahren will findet ihn auf der Webseite von Wilfried Heidt.

 

Es ist an der Zeit, die Gedanken des Aufrufs - jetzt 33 Jahre nach seinem Erscheinen - überall zu diskutieren. Und es wäre nötig, dass die Medien es sich zur Pflicht machen, den Aufruf nicht nur das "Kunstwerk" zu betrachten, sondern seinen Inhalt zu transportieren und die Debatte darüber zu ermöglichen.

Jeder kann zur Verbreitung des Aufrufes beitragen! Dann kann aus dem Aufruf tatsächlich ein AUFBRUCH ZUR ALTERNATIVE werden!

1 Kommentar

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Der "Funktionswandel des

Der "Funktionswandel des Geldes" als Grundzüge einer Geld- und Bankenordnung für das 21. Jahrhundert! Es ist an der Zeit. Wenn logische Gedankenzusammenhänge endlich wahrgenommen werden, dann kann die Gesellschaft sich endlich befreien von den Zwangsverhältnisse eines nur profitorientierten Wirtschaftens. Natürlich braucht es dazu besonnene und wache Bürger und vor allem viele Mitstreiter, die sich nach Möglichkeit kompetent einsetzen wollen für eine Gesellschaft nach dem Maß des Menschen!

 

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