Unser Wahlspruch muss also sein: Reform des Bewusstseins (...)
Es wird sich dann zeigen, dass die Welt längst den Traum von einer
Sache besitzt, von der sie nur das Bewusstsein besitzen muss,
um sie wirklich zu besitzen.

(Karl Marx)

Das integrale System einer neuen sozialen Architektur

Das »integrale System einer Neuen sozialen Architektur« als Alternative zum Privat- und Staatskapitalismus?

Ein Diskussionsbeitrag zu einem Artikel von Stefan Kornelius
Süddeutsche Zeitung 30.4.2010

EU: Krise der Währungsunion
Den Euro retten, um Europa zu retten

und zu dem davon angeregeten Projekt:

Großer Ratschlag zur Finanz-, Schulden und Wirtschaftskrise

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Ohne den inflationär gebrauchten Sager von der „Krise als Chance“ strapazieren zu wollen, ist es doch so, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die nun mit Griechenland ins Blickfeld getretene Schuldenkrise eine öffentliche Debatte in Gang gesetzt hat, wie es sie vor wenigen Jahren noch nicht gab. Tagtäglich hört man in Funk und Fernsehen oder liest in der Zeitung die einschlägigen Kommentare von Journalisten und Experten. Der Kommentar von Stefan Kornelius ist ein gutes und anregendes Beispiel dafür. All das zeigt: Es ist etwas in Bewegung gekommen.Doch ist das alleine noch nicht die oft beschworene „Chance", wenn nicht das zur Sprache kommt, was Wilfried Heidt in seinem Beitrag bei der SZ (vom 03.05.2010 11:53) und in seinem ausführlichen Kommentar ausführt.

Die „Chance“ liegt nicht darin, dass jetzt, da sich der Finanzmarkt-Kapitalismus offenbart hat, die „Politik“ zum Zuge kommt und den „Hebel“ ansetzt, um die „Stellschrauben“ neu zu stellen. Das wäre zu wenig, nur ein Herumdoktern ohne an die Wurzel zu gehen. Die Chance wäre erst ergriffen, wenn die Krise uns lehrt, das soziale Ganze so in den Blick zu nehmen, wie es sich auf der Bühne des Weltgeschehens, jedoch im Bewusstsein der Akteuren unbemerkt geblieben, gewandelt hat, nämlich: Zum „integrale System einer neuen sozialen Architektur“, wie sie von Wilfried Heidt an der zitierten Stelle beschrieben wird mit ihren vier operativ-vernetzten jeweils selbstverwalteten sozialen Systemen – dem kulturellen, dem staatlich-politischen, dem wirtschaftlichen und dem monetären.

Auf dieser neuen Grundlage aufbauend würden die vielen Beiträge zum Thema nicht mehr nur nebeneinander ihr mediales Dasein fristen, sondern könnten einfließen in den angeregten „Großen Ratschlag Finanz-, Schulden und Wirtschaftskrise“. Lasst uns damit beginnen!

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