L'amor che muove il sole e l'altre stelle.

(Dante Alighieri)

Was nottut!

In der Diskussion zu dem >> SZ-Artikel »Sind Waldorfschulen ein Verstoß gegen das Grundgesetz?« (Siehe auch meinen >> vorherigen Eintrag) hat eine Auseinandersetzung zu der Frage »Was heißt geisteswissenschaftliches Denken?« begonnen. Die Antwort Wilfried Heidts auf einen kritischen Zuruf ist ein Beispiel dafür, was - als medial breit geführte Debatte - nottut!

In diesem Sinne habe auch ich mich in die Diskussion eingebracht:

zapata33 07.09.2008 | 17:04

Das, was sich da in der Diskussion zwischen Wilfried Heidt und Giini zu entfalten beginnt, könnte umso fruchtbarer sein, wenn die SZ der Aufforderung folgen würde, für diese längst fällige Auseinandersetzung “ihre Spalten zu öffnen”. Wilfried Heidt hat diese Aufforderung in seinem ersten Kommentar (vom 6.09 11h06) - bezugnehmend auf die im Artikel gestellte Frage, ob denn „der anthroposophische Hintergrund der Waldorfschulen hinreichend kommuniziert“ werde - ausgesprochen.

Es ist heute ganz selbstverständlich, dass in den zahlreichen Talkrunden und anderen Medienformaten die unterschiedlichsten Positionen, Lehren, Klugheiten aber auch vielfach Verrücktes und Verschrobenes zu Wort kommt. Die anthroposophische Geisteswissenschaft bleibt dabei - mit dem Vorurteil der Unwissenschaftlichkeit abgetan - weitestgehend ignoriert. Einzig dann macht sie hin und wieder Schlagzeilen, wenn sie, wie z.B. aktuell in der Diskussion um das “Schwarzbuch Waldorf”, attackiert wird. Dann aber eben ohne dass ihre Grundlagen schon in freier und ausgiebiger Weise verhandelt wurden.

Dabei bleibt dann auch jenes Gebiet auf der Strecke, auf das WH in seiner zweiten Einlassung am Schluss zu sprechen kommt: die Lösungsansätze, die sich in Bezug auf die soziale Frage aus den geisteswissenschaftlichen Impulsen heraus ergeben.

Was hier (ausgehend von Rudolf Steiner in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts) v.a. in den letzten Jahrzehnten entwickelt und ins Spiel gebracht wurde, ist noch sehr wenig bekannt und im gesamtgesellschaftlichen demokratischen Diskurs nicht daraufhin geprüft, ob die damit angesprochenen Ideen Antworten bietet auf die zahlreichen Probleme, die sich in einer ökologisch bedrohten, globalisierten Welt des 21. Jahrhundert ergeben: Antworten auf Probleme, von denen immer mehr Menschen den Eindruck haben, das etablierte Denken der Parteien-Demokratie und der neoliberalen Wirtschaft könne sie nicht lösen.

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